Heilkräuter – ihre Heilkraft und ihre Verwendung in der Küche

Schon unsere Großmütter kannten den Spruch ” Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen”.

Die neuesten Erkenntnisse in der Untersuchung und Erforschung von Kräutern belegen dies erstmals wissenschaftlich. So sind, neben der bereits bekannten Heilkraft, neue und zum Teil unerwartete Wirkungen der Heilkräuter entdeckt worden.

Nachfolgend ein Auszug der geläufigsten Kräuter, ihrer Heilkraft und der Verwendung in der Küche:

Basilikum
– verwendet werden die Blätter, frisch oder getrocknet
– in Pesto, zu Fisch, Fleisch, Kohl, Soßen, Suppen, Bohnen, Erbsen
– ein Tee hilft beim Einschlafen, wirkt gegen Fieber, entkrampft Magen und Darm, beruhigt die Nerven, die Blase, Niere und Galle, wirkt antiseptisch

Bohnenkraut
-verwendet werden Blätter und Zweige, vor und während der Blüte, frisch oder getrocknet
-in Eintopf, zu Bohnen, Kartoffeln, Lamm, Salat, als Ersatz für Oregano
-als Salzersatz, Tee wirkt krampfstillend, antibakteriell, Kompressen mit Tee sind gut gegen fettige Haut

Brunnenkresse
-verwendet werden die Blätter, nur frisch
-in Salat, Quark, Soße, Fleisch, Eier – und Fischgerichten
-feuchtwarme Kompressen gegen Mitesser, gemischt mit Quark als Maske, appetitanregend, antibakteriell, schleimlösend, beruhigt kleine Brandwunden, gegen Juckreiz, als Haarwasser, zum Bleichen von kleinen Hautflecken, Tee beruhigt Blase, Niere und Verdauung

Currystrauch
-verwendet werden Zweige und Blätter, frisch und getrocknet, vor und während der Blüte
-in Reis, zu Fleisch, in Eintopf und Pudding, nach dem Kochen entfernen
-durch seine starken ätherischen Öle schleimlösend

Dill
-verwendet werden Spitzen, Knospen, Blüten und Samen, frisch oder eingefroren
-Zu Fisch, in Salat, zu Gurken, Eier, Butter, Kohl, Samen zum Gurken einlegen
-beruhigend, verdauungsfördernd, Tee aus 1 TL zerdrücktem Dillsamen gegen Blähungen, Samen kauen hilft gegen Mundgeruch

Estragon
-verwendet werden Triebspitzen, Blätter, frisch oder eingelegt, verliert Aroma beim Trocknen
-in Essig und Öl einlegen, in Salat, Senf, Soße, Fleisch, Suppe, Frischkäse, Kräuterbutter, Sauerbraten, Gemüse, Geflügel, Soße Bernaise, Fisch
-appetitanregend, wassertreibend, aktiviert die Verdauung, gegen Zahnweh, Tee gegen Schlaflosigkeit, gegen übersäuertem Magen 1 l Wasser und 4 Zweige aufkochen und nach dem Essen 2 Tassen trinken, 1 Tasse eine Stunde vor dem Essen hilft beim Abnehmen

Kapuzinerkresse
-verwendet werden Blätter, Blüten, Knospen und Samen, frisch
-in Kräuterbutter, Salat, Quark, Samen als Kapernersatz einlegen
-wirkt blutreinigend, kräftigend, leicht abführend, senkt Fieber

Kamille
-verwendet werden die Blütenköpfchen, frisch oder getrocknet
-als Tee, auch als Tee zur Stärkung von Pflanzen gießen
-antibakteriell, gegen Entzündungen, Erkältungen, krampflösend, als Dampfbad öffnet es die Poren, klärt die Haut

Liebstöckel
-verwendet werden Blätter und Stängel, frisch und getrocknet
-Suppengewürz, Hülsenfrüchte, Kartoffelgerichte, Soßen, Braten, Kohl, Kalb, Fisch, Salat, getrockneter Samen in Brot
-Tee ist Abführmittel, hilft daher bei Magen- und Verdauungsproblemen, Aphrodisiakum

Majoran
-verwendet werden Triebspitzen und Blättchen, kurz vor dem Öffnen der Knospen schneiden
-in Gänsebraten, Hackfleisch, Leber, Kartoffeln, Eintopf, Tomaten, Pizza, Hülsenfrüchte
-nervenstärkend, krampflösend, magenstärkend, erotisierend, erleichtert Fettverbrennung

Melisse
-verwendet werden junge Blätter, frisch und getrocknet
-in Tee, Suppen, Sirup, Salat, Suppe, Fisch, Pilze, Joghurt, Marmelade, Süßspeisen, Wild, Geflügel und Tomaten
-wirkt entspannend, antibakteriell, hilft als Bad beim Einschlafen, 2 TL getrocknete Blätter in 1/4 l Wasser gekocht, hilft gegen Lippenbläschen

Minze
– verwendet werden grüne Blätter, frisch und getrocknet, kurz vor der Blüte schneiden
-Soße, Tee, Dessert, Sirup, angesetzter Schnaps, Erbsen, Geflügel, Fleisch, Hackfleisch, Salat, Hammel,Obstsalat, Getränke
-wirkt krampflösend, durchwärmend, inhalieren befreit die Atemwege, hilft als Tee gegen Magen- und Darmproblemen und bei Übelkeit, 3 handvoll Blätter ins Badewasser reinigt die Haut

Oregano
-verwendet werden junge Blätter, Spitzen und Blüten, frisch oder getrocknet, während der Blüte schneiden
-auf Pizza, zu Tomaten, Fleisch, Suppe, Gemüse, Käse
-gegen Halsentzündung und Husten, Magen- Darmkrämpfen, als Öl in der Kosmetik, Kauen der Blätter hilft bei Zahnweh, Tee bei Erschöpfung

Petersilie
-verwendet werden Wurzel, Kraut, nach der Blüte ungenießbar, frisch, getrocknet, eingefroren
-in Kräuterbutter, Quark, Fleisch, Fisch, Kartoffeln, Salat, Suppe
-verdauungsfördernd, kräftigend, Vitamin A + C, Kompressen beruhigen und durchbluten nervöse, gereizte Haut

Rosmarin
-verwendet werden Nadeln und Blüten, frisch und getrocknet
-zu Hähnchen, Tomaten, Hammel, Soßen, Braten, Bohnen, Fisch, Käse
-appetitanregend, krampflösend, nerven – und kreislaufanregend

Salbei
-verwendet werden Blätter, frisch vor der Blüte oder getrocknet, schlecht mit anderen Kräutern zu mischen
-Tee, mit Nudeln, zu Käse, einzelne Blätter fritiert, Suppe, Lamm, Schweinebraten, Wild, Fisch
-Tee bei Halsweh, gegen Pilze und Bakterien, als Kompressen gegen fettige Haut, Spülung bei dunklen, fettigen Haaren, auch gegen erste graue Haare bei dunklem Haar, Augenkompressen bei kleinen Fältchen, Stoffwechselstörungen, entzündungs – und krampflösend, gegen Zahnfleischbluten, Tee hilft bei Nachtschweiß, 1 l Tee ins Badewasser hilft gegen Schwitzen, ebenso Fuß – oder Handbad

Schnittlauch
-verwendet werden Stängel und Blüten, frisch oder eingefroren
-in Salat, Frischkäse, Quark, Soßen
-Vitamin C, verdauungsfördernd, blutdrucksenkend

Thymian
-verwendet werden Blättchen, frisch oder getrocknet, vor der Blüte schneiden
-Fisch, Eintopf, Kartoffeln, Wild, Fleisch, Salat, Tee, Dessert, Hackfleisch, Gemüse, Tomaten, Leberknödel, Rind, Geflügel, Soße
-hilft bei Atemwegserkrankungen, Husten, Verdauungsstörungen, wirkt desinfizierend, immunstärkend, ein Dampfbad klärt die Haut und lindert Nebenhöhleninfekte

Wacholder
-verwendet werden die Beeren, frisch oder getrocknet
-in Fleisch – und Wildmarinaden, Fisch, Sauerkraut, Rotkohl, eingelegtes Gemüse, Gelees, Suppen
-unterstützt die Arbeit des Magens, entschlackt, aus zerquetschten Beeren Tee machen, als Badezusatz bei fettiger Haut

Jedes Jahr werden neue Erkenntnisse über die Heilkraft der Kräuter gewonnen.
Was wir aber Heute schon wissen ist, daß die Verwendung von Kräutern in der modernen Küche nicht mehr weg zu denken ist.

Viele dieser Heilpflanzen gedeihen nicht nur im Garten, sondern auch hervorragend in Töpfen auf der Fensterbank, sodaß sie stets frisch verwendet werden können.

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