Bitterstoffe in der Naturheilkunde – Warum brauche ich Bitterstoffe?

Schon seit über 500 Jahren weiß der Mensch von der Wirkung der wertvollen Bitterstoffe. Viele Heilpflanzen haben außerordentlich positive Eigenschaften und die Bitterstoffe sind eindeutig der Pflanzenheilkunde zuzuordnen. Schon Hildegart von Bingen wusste von der heilsamen Wirkung der bitteren Kräuter und es finden sich viele Informationen aus sehr früher Quelle.

Unser Gemüse wird mittlerweile gentechnisch verändert und soll vor allem geschmacklich ankommen. Wer will schon einen bitteren Salat auf dem Teller? Frühere Gemüsesorten schmeckten anders und enthielten Bitterstoffe, zugunsten des Geschmacks wurde zu lange an diesen Sorten gefeilt. Die außerordentlich wichtigen Bitterstoffe sind so nicht oder kaum in natürlichen Nahrungsmitteln enthalten. Schaffen Sie Abhilfe und ändern Sie Ihre Ernährung, Bitter macht vielleicht nicht lustig, aber kann Sie gesund halten.

Was sind Bitterstoffe und wo kommen sie vor?

Alle chemischen Verbindungen, die einen bitteren Geschmack haben, werden Bitterstoffe genannt. Daraus ergibt sich keine einheitliche Gruppierung, vielmehr wird der Geschmack damit bezeichnet. Viele dieser Bitterstoffe kommen in bekannten Gewächsen und Gemüsearten vor. Einige Beispiele sind Artischocken, Rüböl, Eisbergsalat, Löwenzahn, Schafgarbe oder Wermut. Da es sich um eine allgemeine Bezeichnung handelt, sind nicht alle dieser Stoffe bekömmlich. Auch einige Alkaloide sind Bitterstoffe und sollten gemieden werden.

Welche Wirkung kann ich mit Bitterstoffen erzielen?

Bitterstoffe erhöhen die Sekretion von Galle und Magen, sie haben somit eine verdauungsfördernde Wirkung und sollten auf dem Speiseplan auf keinen Fall fehlen. Nahrungsmittel mit diesen Stoffen sind appetitanregend und außerdem wichtig für die Fettverdauung. Pathologische Keime werden auf natürliche Art bekämpft und die Darmperistaltik wird angeregt. Auch die Abwehrkräfte des Körpers können durch Bitterstoffe gesteigert werden und die Gesundheit wird aufrechterhalten. Ein ganz besonderer Vorteil ist der fehlende Heißhunger. Setzt die Verdauung ein, verschwindet auch der Appetit auf Süßigkeiten und eine Sättigung kann sich einstellen. Die Tätigkeit der Bauchspeicheldrüse und die Insulinproduktion wird ebenfalls angeregt. Wie bei fast allen Dingen gilt aber die Regel: Weniger ist Mehr. Einige Gemüsesorten enthalten sogar so viel dieser Stoffe, um ungenießbar zu sein. Dies ist z.B. bei Zierkürbissen der Fall und diese einfache Regel sollte auch bei Koffein beachtet werden. Kaum zu glauben, auch Koffein ist ein Bitterstoff, nur mit ganz anderen Eigenschaften.

Fazit

Für eine gesunde Ernährung und dauerhaftes Wohlbefinden, sind Bitterstoffe ungemein wichtig. Viele unserer Beschwerden, sind Teil der typischen Wohlstandserkrankungen. Warum sollten Sie also nicht auf das Wissen und die Erfahrungen einer Hildegard von Bingen zurückgreifen. Magen- Darm Beschwerden stellen wohl das wichtigste Einsatzgebiet der Bitterstoffe dar und können so merklich gebessert werden. Endlich ein Konzept das Wirkung zeigt und das ohne die unerwünschten Nebenwirkungen.

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